Wie CIOs der Coronavirus-Krise begegnen

Der Coronavirus hat die Schlagzeilen fest im Griff. Wir verraten Ihnen, was CIOs und Digitalchefs wissen müssen, um sich in der Covid-19-Krise richtig aufzustellen.

  1. Mit der digitalen Vernetzung der globalen Wirtschaft steigt deren Verletzbarkeit beim Auftreten von Epidemien oder ähnlich unerwarteten Risiken.
  2. Vom Digital Workplace bis zur autonomen Fertigung – In der Krise zeigt sich, welche digitalen Möglichkeiten sich Unternehmen bieten, um handlungsfähig zu bleiben.
  3. Crisp Research erwartet Budget-Cuts von zehn bis 20 Prozent.

„Stresstest für die Industrie“, „Deutsche Wirtschaft unter Schock“ oder „Pläne für ein Konjunkturprogramm“ – so oder ähnlich lesen sich derzeit die Schlagzeilen zu Artikeln, welche die Auswirkungen des Coronavirus für die deutsche und europäische Wirtschaft einzuschätzen versuchen.WERBUNGAds by Teads

Mit der zunehmenden digitalen Vernetzung der globalen Wirtschaft steigt auch deren Verletzbarkeit beim Auftreten von Epidemien oder ähnlich unerwarteten Risiken.
Mit der zunehmenden digitalen Vernetzung der globalen Wirtschaft steigt auch deren Verletzbarkeit beim Auftreten von Epidemien oder ähnlich unerwarteten Risiken.
Foto: Savanevich Viktar – shutterstock.com

Auch wenn Panik sicher kein guter Ratgeber ist, sprechen viele Fakten dafür, dass die Epidemie die Unternehmen hart treffen wird. So werden die Supply Chains und Logistikketten nach Asien und in andere Teile der Welt teilweise unterbrochen, was zu massiven Lieferproblemen führt und Produktionsausfälle zur Folge hat. Manche Sektoren sind auch direkt betroffen, wenn beispielsweise weltweit über 300 Messen abgesagt werden oder in der Reise- und Touristikbranche weniger gebucht wird. Ganz zu schweigen von Betriebsschließungen in Folge von konkreten Fällen infizierter Mitarbeiter.

Die Einbrüche an den Aktienmärkten lassen ahnen, welche möglichen Folgen die Krise haben könnte, auch wenn derzeit noch nicht abzuschätzen ist, wie groß die finanziellen Auswirkungen wirklich sein werden. Zu konstatieren ist, dass sich CEOs und CFOs schon auf drastische Notfall- und Sparmaßnahmen vorbereiten und aktives Lobbying in Richtung der Bundesregierung betreiben. So sprachen Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Finanzminister Olaf Scholz erst kürzlich von Konjunkturprogrammen und steuerlichen Maßnahmen, um die deutsche Wirtschaft gegebenenfalls zu stützen. Die amerikanische Notenbank reagierte bereits mit einer Leitzinssenkung.

Coronavirus – Folgen für die IT-Branche

Klar ist, dass mit zunehmender digitaler Vernetzung der globalen Wirtschaft auch die Verletzlichkeit bei Epidemien oder ähnlich unerwarteten Ereignissen („Schwarzer Schwan„) einhergeht. Die Krise um das Coronavirus gibt daher einen Ausblick darauf, wie anfällig eine hyper-vernetzte Wirtschaftswelt sein wird. Das wirft verschiedene Fragen auf:

  1. Welche Rolle und Verantwortung kommt CIOs und Digitalchefs in der aktuellen Krise zu?
  2. Welche Möglichkeiten bietet die IT, um handlungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben?
  3. Welche kurzfristigen Maßnahmen sollten CIOs und Digitalchefs umsetzen?
  4. Wie lässt sich eine IT-Strategie für eine vollständig digitale und global vernetzte Welt entwerfen?

So viel ist wohl klar: Die Unternehmens-IT und auch die ITK-Branche werden von solchen Krisen nicht verschont bleiben. An einem einzigen Tag (24. Februar 2020) verloren die globalen Techkonzerne Apple, Alphabet, Amazon, Microsoft und Facebook zusammen über 200 Milliarden Dollar an Börsenwert, am 9. März („Black Monday“) setzte sich die Talfahrt an den Finanzmärkten – nach kurzer Erholungsphase – mit einem heftigen Einbruch weiter fort, allein der DAX verlor knapp acht Prozent. Auch die IT-Unternehmen mussten kräftig Federn lassen.

In der Krise wird von den CIOs und Digitalchefs erwartet, dass sie ihren Beitrag leisten. Crisp Research erwartet für 2020 Budget-Kürzungen von mindestens zehn Prozent. Bei allen Sparzwängen wäre es aber ein Fehler, wenn die Verantwortlichen nun den Innovationsmotor abwürgen würden. Die Kosteneinsparungen dürfen nicht einseitig zu Lasten von Innovation und Digitalisierung gehen. Es kann aber helfen, gezielter und stringenter zu modernisieren, als es bisher der Fall war.

Covid-19 und die Verantwortung der IT

Der IT kommt im Kampf gegen das Virus eine besondere Verantwortung zu. So gilt es,

  1. die Gesundheit von Mitarbeitern, Angehörigen, Kunden und Partnern zu schützen,
  2. die Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit aufrecht zu erhalten,
  3. die Liquidität zu schonen und kurzfristig Kosten zu reduzieren sowie
  4. die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten – und nicht abzuwürgen.

CIOs und Digitalchefs sollten ihre Unternehmen in der aktuellen Krise schützen und stützen. Überall dort, wo sie gut aufgestellt sind und die IT-Infrastruktur, Geschäftsprozesse und Organisation „digital transformiert“ und modernisiert haben, ist die IT zum Garant für „Business Continuity“ in der Krise geworden. Vielerorts wird den IT-Teams Dank und Anerkennung zuteil, was in den letzten Jahren (leider) nicht immer der Fall war. Die aktuelle Krise um das Coronavirus können CIOs und Digitalchefs also als Chance verstehen, sofern sie in folgenden Bereichen die notwendigen Services und Infrastrukturen anbieten:

  1. Digital Workplace und Home Office (Flex Work): Mobiles und flexibles Arbeiten – vor allem von zu Hause – ist in der aktuellen Krise ein wichtiger Baustein der „digitalen Resilienz“. Der Digital Workplace ist in Zeiten des Coronavirus fester Bestandteil der Business Continuity und nicht nur ein nettes Gimmick der New-Work-Bewegung. Konkret sollten a) der Anteil an Digital Workplaces erweitert, b) die notwendige Bandbreite (VPN) gegebenenfalls kurzfristig ausgebaut, c) neue Hardware (Notebooks, Smartphones) schnellstmöglich beschafft und d) die notwendigen Berechtigungen (z.B. Active Directory) und Accounts (SaaS) geschaffen werden.
  2. Collaboration, Co-Creation und agiles Arbeiten: Agile und flexible Zusammenarbeit in cross-funktionalen und dezentralen Teams stellt in der derzeitigen Krisensituation einen Erfolgs- und Überlebensfaktor dar. So sind bei der Analyse von Supply-Chain-Problemen, der Krisenkommunikation mit Lieferanten und Kunden oder der Fernwartung von unternehmenskritischen Produktionsanlagen und IT-Systemen ein hohes Maß an Teamgeist und kreativer Problemlösungskompetenz gefordert. Hierarchisches Denken und Machtgehabe wirken toxisch. Gerade im Umgang mit Kunden und Partnern sind schnelle Problemlösungen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gefragt – sonst drohen noch mehr kurzfristige Umsatzeinbußen und langfristige Rechtsstreitigkeiten. Agiles Arbeiten und eine auf Co-Creation ausgelegte Unternehmenskultur erweisen sich als strategisches Asset.
  3. Cloud Computing: Die strategischen Vorteile des Cloud Computing treten in der aktuellen Krise klar zu Tage. Unternehmen, die mit ihrer Cloud-Transformation weit fortgeschritten sind, haben nun Wettbewerbsvorteile. So profitieren sie a) bei rückläufigen Umsätzen beziehungsweise Zugriffen vom On-Demand-Preismodell, da nur für wirklich genutzte IT-Kapazitäten auch gezahlt werden muss, b) von den global verteilten Rechenzentren der Cloud Provider, in die flexibel Daten und Workloads verschoben werden können, falls eigene Rechenzentren nicht mehr zugänglich sind (etwa bei Standortschließungen oder Einreisestopps) und c) von der hohen Flexibilität bei der Nutzung einzelner Services und APIs, was die Innovationsfähigkeit auch in Zeiten von Budgetkürzungen aufrechterhält.
  4. Datenstrategie und Analytics: Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Prognosefähigkeit werden zu entscheidenden Designkriterien von IT-Systemen und digitalen Geschäftsprozessen. Das gilt vor allem, wenn in einem akuten Krisenfall wie dem Coronavirus aktuelle und verlässliche Informationen zu Lagerbeständen, Lieferterminen oder der Verfügbarkeit von Personal in den weltweiten Niederlassungen und Produktionsstandorten von Unternehmen zur Mangelware werden oder sich stündlich ändern. Eine a) klare und konsistente Datenstrategie, b) eine unternehmensweite Datenplattform beziehungsweise Datendrehscheibe und APIs sowie c) einfach zu handhabende Analytics-Tools und Dashboards helfen einen Blindflug zu vermeiden. Wer in den letzten Jahren die Unternehmenskultur in Richtung Data Driven Company weiterentwickelt und die Mitarbeiter entsprechend ausgebildet hat, kann auch in turbulenten Zeiten einen kühlen Kopf behalten – und der Konkurrenz einen Schritt voraus sein.
  5. Digitale Produkte und Lösungen: Haben Unternehmen die Digitalisierung ernst genommen und wesentliche Teile ihrer Produkte und Lösungen digitalisiert, sollte sie die Krise weniger hart treffen als die Konkurrenz. Den Nachzüglern sei dringend empfohlen, ihre digitale Transformation intensiver voranzutreiben. In Zeiten von Corona und ähnlichen Epidemien steigt der Anteil von E-Commerce gegenüber dem stationären Handel in urbanen Zentren. Die Fernwartung von vernetzten Maschinen und Over-the- air-Updates digitaler Produkte reduzieren den Einsatz von Servicepersonal vor Ort. Außerdem unterstützen digitale Self Services (FAQs, Chatbots, Portale etc.) die Kunden beim Management ihrer Produkte und Verträge. Sie entlasten somit Call- und Shared-Service-Center.
  6. Digitale Innovationen und Emerging Technologies: Der Weg aus der Krise lässt sich allerdings nicht nur mit bekannten Hausmitteln á la Digital Workplace und ein bisschen Cloud Computing finden. Auf lange Sicht werden innovative Lösungen auf Basis von Emerging Technologies Unterstützung bieten. So können mittels KI und Analytics die Simulations- und Prognosefähigkeiten von Unternehmen deutlich verbessert werden, so dass Entscheidungen im akuten Krisenfall nicht emotional und irrational erfolgen müssen und externe Daten sowie Pfadabhängigkeiten besser berücksichtigt werden können.

    Weitgehend autonome Fertigungsanlagen, Logistikzentren und Supply Chains auf Basis von autonomen Maschinen und Robotern können die Produktion und Versorgung aufrechterhalten. Autonome Drohnen und Fahrzeuge stellen die Mobilität sicher und bringen zum Beispiel lebenswichtige Medikamente in kontaminierte Gebiete. Quantenrechner schließlich können die Suche nach Impfstoffen und Medikamenten gegen neue Krankheiten und Viren deutlich beschleunigen.

    Diese Liste ließe sich noch deutlich erweitern, aber die Beispiele reichen aus, um die strategische Relevanz von Zukunftsinvestitionen in neue Technologien zu unterstreichen. Hier geht es keineswegs um Schnickschnack oder Spielzeug für technikverliebte Internet-Milliardäre, sondern um die notwendigen Antworten auf die Herausforderungen in einer hyper-vernetzten Welt.

Coronavirus – Kurzfristige Gegenmaßnahmen

Die skizzierten Handlungsbereiche, sind Bausteine einer ganzheitlichen und unternehmensweiten digitalen Resilienz. Die Umsetzung der Maßnahmen variiert in Zeit und Budget – je nach Status quo beziehungsweise digitaler Reife des Unternehmens sowie nach dessen Innovationsfähigkeit. Während sich etwa durch das kurzfristige Herunterfahren von Cloud-Ressourcen Einsparungen erzielen lassen, ist der Aufbau einer komplett autonomen Fertigung ein längerfristiges strategisches Vorhaben. Auf welche Maßnahmen sollten sich CIOs und CDOs aber in den kommenden Wochen konzentrieren, um sich und ihr Unternehmen bestmöglich durch die Coronakrise zu steuern?

  1. Digital Workplace und Heimarbeit ausbauen: Es empfiehlt sich, den Anteil an flexiblen, digitalen Arbeitsplätzen auszubauen und die Arbeit aus dem Home Office zur Prävention sowie im Fall einer Schließung von Niederlassungen vorzeitig auszudehnen. Für Meetings sollte Video-Conferencing zum Einsatz kommen, für die Wartung von Maschinen und Anlagen Augmented/Virtual Reality. So lässt sich die Reisetätigkeit minimieren, Personalressourcen können geschont werden.
  2. Einen Plan für Disaster Operations (DisOps) aufstellen: Passen Sie Ihre bestehenden Business-Continuity-Konzepte an die derzeitige Krisensituation an! Die meisten Firmen haben zwar Backup-, Disaster-Recovery- und teilweise echte Business-Continuity-Konzepte. Doch in den meisten Fällen, sind diese nicht für eine längere Krise geeignet. Ein DisOps-Plan zeigt auf, wie sich die kritischen Teile der IT-Infrastruktur, die zentralen Geschäftsprozesse und Applikationen auch bei deutlich verminderten Personalressourcen oder dem Ausfall wichtiger Dienstleister und RZ-Standorte längerfristig betreiben lassen und wie Aufgaben priorisiert werden können.
  3. Agile Teams für das Krisenmanagement aufsetzen: Agile, crossfunktionale Teams für die wichtigsten krisenbezogenen Projekte zusammenzustellen, kann wichtig werden. Auch gilt es, eine klare Priorisierung der Maßnahmen vorzunehmen und die Umsetzung agil anzugehen, um Geschwindigkeit aufzunehmen. In der Coronakrise zählen Stunden und nicht Tage.
  4. Portfolio- und Budget-Review vornehmen: Beginnen sie mit einem Review bezeihungsweise einer Bewertung der laufenden und bevorstehenden IT-Projekte und schauen Sie sich auch die Betriebsausgaben an, um Einsparpotenziale zu identifizieren. So kann freier Cash Flow generiert werden, um zu unternehmensweiten Sparzielen beizutragen oder krisenrelevante Projekte sowie strategische Innovationsprojekte weiter zu finanzieren. Zu den kurz- und mittelfristigen Einsparpotenzialen zählen unter anderem das Kündigen oder Anpassen von Support- und Wartungsverträgen bei unkritischen Applikationen, das Herunterfahren von Cloud-Ressourcen und Subscriptions sowie der Umstieg auf Open-Source-Technologien bei Datenbanken und der IT-Infrastruktur.
  5. Dashboards für Krisen-Monitoring aufbauen: Gemeinsam mit den Data-Science- und BI-Teams im Unternehmen sollten kurzfristig Dashboards mit den wichtigsten krisenbezogenen Kennzahlen und Informationen aufgesetzt werden. So gelingt es, dem Vorstand und der Geschäftsführung den notwendigen Ein- und Überblick zu gewähren. Gute Entscheidungen benötigen gerade in Krisensituation eine solide Informationsbasis.

Wie CIOs sich strategisch gegen Covid-19 wappnen

Die globale Vernetzung von Wirtschaft und Gesellschaft wird sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen, die Digitalisierung beschleunigt diesen Prozess erheblich. Intelligente Gebäude, autonome Fahrzeuge, Smart Cities und in Echtzeit verbundene Bürger und Konsumenten werden zum Alltagsbild gehören und unsere hyper-vernetzte Welt prägen.

Damit wirken sich Störfälle und Bedrohungen nicht mehr singulär und ortsbezogen aus, sie sorgen vielmehr für Krisen, die entlang der Netzwerkpfade verlaufen. Je engmaschiger und ausgeprägter die Verbindungen sind, desto schneller verbreiten sich Fehlentwicklungen – meist nach exponentiellem Muster. Das gilt für das Coronavirus, genauso ist es bei rein digitale Bedrohungen wie Computerviren und Malware der Fall. Auch deren Verbreitung erfolgt nach einem pandemischem Muster.

CIOs und Digitalchefs sollten sich daher darauf einstellen, dass Krisensituationen wie heute das Coronavirus immer wieder auftreten und eher die Regel als die Ausnahme sein werden. Bei der Neuausrichtung ihrer IT- und Digitalstrategien sollten sie daher folgenden Gestaltungskriterien Aufmerksamkeit schenken:

  1. Autonomous: Setzen Sie auf automatisierte, intelligente, unabhängige und über Schnittstellen lose gekoppelte Systeme, Geschäftsprozesse und Services – von autonomen Produktionsanlagen und Robotern über Drohnen bis hin zu autonomen CRM-Services, die Kundenstammdaten mittels künstlicher Intelligenz eigenständig aktualisieren.
  2. Adaptive: Sorgen Sie für agile, flexible und hochgradig anpassungsfähige Infrastrukturen, Systeme und Prozesse, die weitgehend „as-a-Service“ entworfen, programmiert und betrieben werden. Mittels Deep Learning werden Systeme kontinuierlich an die Nutzerbedürfnisse und Kontexte (Wetter, Tageszeiten, Aufmerksamkeit, Lagerbestände, Materialqualität etc.) angepasst, die via Sensorik überwacht werden.
  3. Resilient: Die Widerstandsfähigkeit von hochgradig vernetzten, automatisierten und komplexen Systemen herzustellen, ist eine große Herausforderung. Gegenüber traditionellen Konzepten zur Gewährleistung der Ausfallsicherheit und der Business Continuity, bedeutet Resilienz im hypervernetzten Zeitalter das Design von verteilten, lose gekoppelten und redundanten Systemen, wie sie beispielsweise seitens der globalen Hyperscale Cloud Provider aufgebaut wurden. Durch eine Vielzahl von distribuierten Ressourcen wirken sich einzelne Ausfälle weniger kritisch aus. Die „Ansteckungsgefahr“ wird durch Isolations- beziehungsweise Containment-Konzepte reduziert. Grundüberzeugung ist, das es keine zu 100 Prozent ausfallsicheren Systeme gibt. Daher müssen Teilausfälle einkalkuliert und die Wiederherstellungszeiten minimiert werden.
  4. Responsible: Verantwortungsbewusstsein ist ein zentrales Leitmotiv für die Ausgestaltung von IT-Organisationsstrukturen, Führungsprinzipien und Prozessen. Es gilt, eine Kultur der Verantwortung zu etablieren, um die Sicherheit der Daten, die Stabilität des Geschäftsbetriebes, die Einhaltung von Privatsphäre und Datenschutz der Nutzer sowie die Energie- und Umweltbilanz der IT im Blick zu halten. Im Zeitalter der „Trust Economy“ ist dies kein Hypethema, sondern ein Investment in den langfristigen Erfolg jedes Unternehmens.

Quelle: Computerwoche

Scrum, IT-Gehalt 2020 & Designen für Kids – Unsere Top-Themen der Woche

Wir haben wieder einen Wochenrückblick mit vielen spannenden Themen für euch zusammengestellt. Zu den Highlights der Woche zählen Designen für Kids, agile Arbeit in Großunternehmen, Code in Machine-Learning-Modellen und nicht zuletzt eine Auswertung verschiedener Studien zum Thema IT-Gehalt. Ihr werdet staunen, wie groß die Unterschiede in den verschiedenen Disziplinen der Entwicklerarbeit sind.

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MEHR ZUM THEMA

Angular, Cloud-Computing & agiler Frühjahrsputz – Die Top-Themen der Woche

Wir schauen mal wieder in den Rückspiegel. Welche Themen haben euch in der letzten Woche besonders bewegt? Die meistgelesenen Themen aus Kalenderwoche 8 haben wir für euch in diesem Wochenrückblick zusammengeführt.

Scrum, aber mit Projektleiter?

Kann Scrum auch in Großunternehmen funktionieren? Viele Teammitglieder, viele Interessen und zahlreiche Legacy-Lösungen können die agile Arbeit bei der Softwareentwicklung erschweren. Thomas Schumacher (adesso) zeigt in seinem Beitrag, dass das nicht bedeutet, dass agile Arbeit in Großunternehmen gar nicht gelingen kann.

IT-Gehalt 2020: Das verdienen Entwickler in Deutschland

Letzte Woche wurde es spannend: es ging ums Geld, genauer gesagt um Gehälter für Entwickler in Deutschland. Wir haben mehrere Studien ausgewertet und Fragen auf verschiedene Fragen bekommen. Was verdient ein PHP-Entwickler im Durchschnitt und verdient man besser oder schlechter, wenn man sich auf Java spezialisiert? Welche Gehaltsvorstellung kann man bedenkenlos im nächsten Bewerbungsgespräch nennen – und was müssen Unternehmen heute sonst noch bieten, um Bewerber für sich zu gewinnen?

Code in Machine-Learning-Modellen: Komplexität vermeiden

Mit welchen Techniken lassen sich schlechte Programmiergewohnheiten vermeiden, die den Code unnötig kompliziert machen? David Tan zieht in den Kampf gegen schlechte Programmiergewohnheiten. Er hat hilfreiche Tipps und Methoden für euch, um Ordnung im Code zu halten.

PSD2: Bezahlen? Aber sicher!

Die Umsetzungsfrist der sogenannten zweiten Zahlungsdienstrichtlinien der EU (Englisch: Second Payment Services Directive) endete am 14.09.2019. Michael Rohrlich präsentiert in seinem Beitrag „PSD2: Bezahlen? Aber sicher!“ die wissenswerten Neuerungen, nicht nur im Finanzsektor.

Designen für Kids: Perfekte Produkte für junge Nutzer entwickeln

Elena Bochkor setzte in der vergangenen Woche ihre Artikelreihe fort. Nachdem sie sich in Teil 1 den Methoden der Zielgruppen- und Nutzeranalyse gemacht hatte, liegt der Fokus nun auf einer spezifischen Zielgruppe: „Kids“. Was ist bei der Produktentwicklung wichtig? Welche gesetzlichen Bestimmungen sind zu beachten? Was können schon Fünfjährige, und welche Texte können Sie einem zehn Jahre alten Kind zumuten? Antworten auf diese Fragen und Hinweise zur Gestaltung digitaler Produkte für Kinder findet ihr im zweiten Teil der Serie.

Weitere Must-Reads der Woche:

  1. TypeScript 3.8 veröffentlicht: Breaking Changes und neue Editor-Features
  2. Test-Framework Karate erreicht Milestone Release
  3. Women in Tech: „Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit sollte eine Selbstverständlichkeit sein“
  4. GitHub Enterprise ab sofort in Microsoft for Startups verfügbar
  5. Ionic v5.0: Major Release bringt Support für Angular Ivy und neue iOS Designs

Quelle: scrum-it-gehalt-2020-top-themen-der-woche

IT-Grundschutz-Kompendium – Werkzeug für Informationssicherheit

Das IT-Grundschutz-Kompendium ist die grundlegende Veröffentlichung des IT-Grundschutzes. Zusammen mit den BSI-Standards bildet es die Basis für alle, die sich umfassend mit dem Thema Informationssicherheit befassen möchten. Im Fokus des IT-Grundschutz-Kompendiums stehen die sogenannten IT-Grundschutz-Bausteine. In diesen Texten wird jeweils ein Thema zu allen relevanten Sicherheitsaspekten beleuchtet. Im ersten Teil der IT-Grundschutz-Bausteine werden mögliche Gefährdungen erläutert, im Anschluss wichtige Sicherheitsanforderungen. Die IT-Grundschutz-Bausteine sind in zehn unterschiedliche Schichten aufgeteilt und reichen thematisch von Anwendungen (APP) über Industrielle IT (IND) bis hin zu Sicherheitsmanagement (ISMS).

Das IT-Grundschutz-Kompendium wird jährlich im Februar in einer neuen Edition veröffentlicht. Das BSI stellt ganzjährig Entwürfe von Bausteinen zur Verfügung, die von Anwendern kommentiert werden können.

Vertiefende Informationen dazu, wie einzelne Maßnahmen umgesetzt werden können, sind in den sogenannten Umsetzungshinweisen zu finden. Sie beschreiben, wie die Anforderungen der Bausteine umgesetzt werden können und erläutern im Detail geeignete Sicherheitsmaßnahmen. Bislang gibt es noch nicht zu jedem Baustein einen Umsetzungshinweis. Weitere Umsetzungshinweise werden sukzessive veröffentlicht, diese sind ab dem IT-Grundschutz-Kompendium 2020 losgelöst von der jeweils aktuellen Edition zu verwenden.

Bei der Erstellung der Bausteine wurde bereits eine Risikobewertung für Bereiche mit normalem Schutzbedarf durchgeführt. Die Anforderungen in den Bausteinen bilden den aktuellen Stand der Technik ab.

IT-Grundschutz-Kompendium Edition 2020

Das IT-Grundschutz-Kompendium Edition 2020 ist seit dem 1. Februar 2020 zertifizierungsrelevant und löst damit die Edition 2019 ab. Diese ist für aktuelle Zertifizierungsprozesse noch bis zum 30. September 2020 gültig.

Das IT-Grundschutz-Kompendium 2020 steht in folgenden Formaten zur Verfügung:

PDF-Version des Kompendiums
Online-Version (weiter unten auf dieser Seite)

Weiterführende Informationen:

Umsetzungshinweise zum IT-Grundschutz-Kompendium – Edition 2020
Errata zum IT-Grundschutz-Kompendium 2020
Mindmap 2020 – Übersicht der Bausteinstruktur
Anleitung zur Migration von Sicherheitskonzepten
Migrationstabellen, Kreuzreferenztabellen und Änderungsdokumente im Download-Bereich

Vorkapitel

  1. Vorwort
  2. Neues im IT-Grundschutz-Kompendium
  3. Dankesworte
  4. IT-Grundschutz – Basis für Informationssicherheit
  5. Schichtenmodell und Modellierung
  6. Rollendefinitionen
  7. Glossar

Elementare Gefährdungen

  1. Übersicht der elementaren Gefährdungen

Bausteine

  1. ISMS: Sicherheitsmanagement
  2. ORP: Organisation und Personal
  3. CON: Konzeption und Vorgehensweise
  4. OPS: Betrieb
  5. DER: Detektion und Reaktion
  6. APP: Anwendungen
  7. SYS: IT-Systeme
  8. IND: Industrielle IT
  9. NET: Netze und Kommunikation
  10. INF: Infrastruktur

IT-Grund­schutz-
Kom­pen­di­um

  1. Bau­stei­ne
  2. Bau­stei­ne (Ein­zel-PDFs)
  3. Um­set­zungs­hin­wei­se
  4. Ele­men­ta­re Ge­fähr­dun­gen
  5. An­lei­tung zur Mi­gra­ti­on

Quelle: IT Grundschutz

IT-Themen in 2020

Von Cloud über Open Source und Sicherheit bis zu Edgeless Computing – diese vier IT-Themen werden auch 2020 die Technologie-Landschaft dominieren. Der Datenbank-Pionier Couchbase erläutert, was aus seiner Sicht in diesem Jahr auf die Unternehmens-IT zukommt.

(Quelle: couchbase.com )Couchbase hat vier Bereiche identifiziert, die 2020 zu wichtigen Handlungsfeldern für Unternehmen werden:

  1. Cloud first
  2. Open Source
  3. Security by Design
  4. Von Edge zu Edgeless

„Cloud first“ ist das Motto

2020 wird einen Wendepunkt in der Cloud-Nutzung markieren, da neue Anwendungen und Software „Cloud first“ werden. Das heißt auf der anderen Seite, Technologie, die die Wolke meidet, wird zunehmend als kostspielige Ausnahme angesehen. Damit einher geht eine zunehmende Standardisierung der zugrunde liegenden Prozesse. Bereits Standard sind Microservices und Container-Managementsysteme, allen voran Kubernetes und Docker. 2020 wird sich der Fokus auf Service Meshes verlagern. Die Stärke einer Microservice-Architektur ist die lose Kopplung der Module. Gleichzeitig ist es auch ein großer Nachteil, denn in jedem Microservice müssen Funktionen wie Monitoring, Tracing und Circuit Breaking erneut gelöst werden. Ein Service Mesh ist eine dedizierte, direkt in die Anwendung integrierte Infrastrukturschicht, mit der sich kontrollieren lässt, wie unterschiedliche Teile einer Anwendung miteinander agieren. Wenn immer mehr Unternehmen Service Meshes nutzen, werden sie genauso häufig vorkommen wie Kubernetes. Die Cloud-Anbieter werden darauf tiefgreifend Einfluss nehmen – indem sie dafür sorgen, dass Kunden ihre eigenen spezifischen Angebote nutzen, was wiederum den Unternehmen mehr Fesseln angelegt.

Open Source: Die Frage der Monetarisierung

Das Wachstum der Cloud-Giganten und von IT as a Service wird 2020 zu einer echte Herausforderung für die gängigen Vorstellungen rund um Open Source werden. Wenn Open-Source-Software zur Bereitstellung eines Dienstes über einen Cloud-Anbieter verwendet wird, kommt die Frage der Monetarisierung auf. Einige Softwareanbieter versuchen neue Lizenzmodelle zu schaffen, die für alle außer für die Cloud-Anbieter gelten. Dies ist jedoch eine eindeutige Abkehr von der allgemein akzeptierten Open-Source-Definition, insbesondere dem Verbot von Nutzungsbeschränkungen. Open-Source-Software kann dann eigentlich nicht mehr als Open Source bezeichnet werden. Clevere Lizenzansätze alleine werden zudem nicht ausreichen, vielmehr müssen sich die Anbieter als Dienstleister verstehen, was Management, Support und andere Wertschöpfungsketten betrifft. Das Geschäftsmodell besteht darin, innovativ zu sein – wo Cloud-Anbieter es nicht tun – und einen besseren und differenzierteren Service anzubieten.

Ohne Security by Design geht es nicht

IT-Sicherheit wird auch 2020 ein dominierendes Thema bleiben. Sicherheit muss von Anfang an in die Anwendungen eingebaut werden – durch erfahrene und entsprechend geschulte Entwickler. Die Bereitstellung von Sicherheitsfeatures und -technologien erst nach der Entwicklung von Software wird unweigerlich große Lücken hinterlassen. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen ihre Vorgehensweise überdenken und die Einstellung von ausgebildeten Entwicklern priorisieren.

Von Edge zu Edgeless

2020 werden Unternehmen anfangen, das Potenzial des Edge Computing voll auszuschöpfen. Sie werden die Verarbeitung auf Geräten nutzen, um schnellere Dienste für Endbenutzer bereitzustellen, das Risiko eines Netzwerkausfalls zu vermeiden, die Erstellung und gemeinsame Nutzung von Duplikaten sensibler Daten zu vermeiden und ihre Dienste kostengünstiger zu gestalten. Dabei wird das Edge-Konzept durch „Edgeless“ abgelöst werden. Geräte werden miteinander kommunizieren, um Anwendungen ohne die Wolke zu betreiben, wobei zentrale Server ganz außen vor bleiben oder höchstens als Datenarchiv fungieren. Da die Rechenleistung der Geräte von Generation zu Generation steigt, wird Edgeless Computing ein Wachstum erleben, bei dem die Verarbeitung wirklich überall stattfinden kann.„Natürlich stehen Themen wie Cloud oder Sicherheit so ziemlich jedes Jahr auf der Trendliste. 2020 werden wir allerdings einige markante Verschiebungen erleben, sodass Technologien jetzt ihr komplettes Potenzial ausspielen können. Die Cloud beispielsweise wird die Zukunft von Open Source bestimmen und ihre starke Stellung im Umfeld der Business-Software in Frage stellen“, erklärt Andrew C. Oliver, Evangelist bei Couchbase. Er gründete das Apache-POI-Projekt und war im Vorstand der Open-Source-Initiative.www.couchbase.com

Quelle: it-themen-in-2020

Die 10 wichtigsten IT-Trends für 2020

Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und autonomes Fahren werden Ingenieure auch im nächsten Jahr schwer beschäftigen. Auf welche Entwicklungen sollten sie sich noch gefasst machen? IT-Trends 2020

Welche IT-Trends kommen auf Ingenieure im neuen Jahr zu?

Foto: panthermedia.net/Jirsak

In regelmäßigen Abständen untersucht Gartner, ein US-Marktforschungsunternehmen, neue Entwicklungen rund um Technik und IT. Für 2020 haben die Experten 10 wichtige Trends identifiziert, die Ingenieure kennen sollten. Ein Überblick:

Trend 1: Hyperautomatisierung

Hyperautomation beschäftigt sich mit der Anwendung innovativer Technologien, einschließlich künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernens (ML), um Prozesse stärke als bisher zu automatisieren. In dem Zusammenhang liefert die erweiterte Realität (Augmented Reality) neue Möglichkeiten zur Simulation solcher Prozesse.

Trend 2: Multiexperience

Auch beim Online-Shopping rechnen die Experten mit neuen Erlebniswelten. Virtual Reality, Augmented Reality und Kombinationen, die Mixed Reality, verändern die Art und Weise, wie Kunden Produkte wahrnehmen. Dies sogenannte User Experience, also die Interaktion mit einem Produkt oder einer Dienstleistung, wird sich komplett verändern. Was ist darunter zu verstehen? Wer beispielsweise eine Pizza bestellt, bedient nicht nur eine App, sondern erlebt, wie das Produkt entsteht und mit einem autonomen Fahrzeug geliefert wird.

Trend 3: Demokratisierung des Wissens

Alle Menschen – egal, ob Ingenieure oder Laien – bekommen Zugriff auf technisches oder wirtschaftlichem Fachwissen ohne Schulungen oder teure Lizenzen. Beispielsweise würde es eine Demokratisierung Entwicklern ermöglichen, Datenmodelle auch ohne fachspezifische Wissenschaftler zu erstellen. Vielmehr nutzen sie KI-Tools, um Codes zu generieren und Tests zu automatisieren.

Trend 4: Human Enhancement

Durch den Einsatz von Technologien gelingt es mehr und mehr, kognitive und körperliche Erfahrungen zu verbessern („Human Enhancement“). Schon heute kommen in der Automobil- oder Bergbauindustrie Wearables zum Einsatz, um die Arbeitssicherheit zu verbessern. Im Einzelhandel werden solche Gadgets zur Steigerung der Produktivität verwendet. Gartner erwartet Weiterentwicklungen in allen Bereichen, nämlich der sensorische (Hören, Sehen, Wahrnehmen), der biologisch-funktionalen (Exoskelette, Prothesen), der neuronalen (Implantate zur Behandlung von Anfällen) und der genetischen Augmentation (somatische Gen- und Zelltherapien bei Erkrankungen).

Trend 5: Maßnahmen gegen das Misstrauen

Konsumenten bringen neuen Technologien anfangs wenig Vertrauen entgegen. Ihnen ist nicht klar, welche Daten erhoben werden – und wo die Informationen schließlich landen.  Darüber hinaus werden KI und Machine Learning zunehmend eingesetzt, um Entscheidungen an Stelle von Menschen zu treffen, und die Skepsis steigt. „Dieser Trend fordert von Unternehmen, sich auf sechs Schlüsselelemente des Vertrauens zu konzentrieren: Ethik, Integrität, Offenheit, Verantwortlichkeit, Kompetenz und Konsistenz“, schreibt Gartner in der Studie.

Trend 6: Edge Computing auf der Überholspur

Unter Edge Computing versteht man im Unterschied zum Cloud Computing die dezentrale Datenverarbeitung am Rande des Netzwerks, der sogenannten Edge. Ingenieure versuchen so, die Datensammlung und die Datenverarbeitung näher an den Informationsquellen zu platzieren, um Systemzeiten zu verkürzen. Beim Empowered Edge werden Geräte vernetzt, um intelligente Räume zu bilden – und um Anwendungen näher an User heranzubringen. Bis 2023 könnten mehr als 20 Mal so viele Smart Devices am Rande des Netzwerks stehen, verglichen mit dem Status quo.

Trend 7: Distribution Clouds

Bei Distributed Clouds werden Cloud-Dienste an Standorte außerhalb physischer Rechenzentren verteilt, jedoch weiterhin vom Provider kontrolliert. Anbieter sind für alle Aspekte der Cloud-Service-Architektur, also Bereitstellung, Betrieb, Governance und Updates, verantwortlich. „Die Entwicklung von der zentralisierten zur dezentralen Public Cloud läutet eine neue Ära des Cloud Computing ein“, vermutet Gartner.

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Trend 8: Autonome Devices

Autos, Drohnen, Roboter, Schiffe und sonstige Geräte führen per KI Aufgaben aus, die normalerweise von Menschen erledigt werden. Sie arbeiten mit einem Spektrum an Intelligenz, das von teilautonom bis völlig autonom reicht und sich über eine Vielzahl von Umgebungen erstreckt, darunter Luft, Wasser und Land.

Während sich autonomen Devices bislang in kontrollierten Umgebungen wie einem Lager bewegen, werden sie mehr und mehr für offene Räume entwickelt. Sie können sich zu eigenständigen, kollaborativen Schwärmen zusammenlagern.

Trend 9: Blockchain-Technologien in der Praxis

Bekanntlich besteht eine Blockchain aus einer kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, die mittels kryptographischer Verfahren verkettet werden. In der Lebensmittelbranche könnten Blockchain-Technologien künftig von Bedeutung sein, um Speisen und Getränke zurückzuverfolgen, schreibt Gartner im Report. Noch ist das Prinzip aufgrund einer Reihe technischer Probleme wie der mangelnden Skalierbarkeit und Interoperabilität, für Unternehmensbereitstellungen nicht ausgereift.

Trend 10: KI-Sicherheit

Innovative Technologien wie die künstliche Intelligenz bieten Potenzial für Geschäftsmodelle, schaffen aber auch neue Angriffspunkte für Hacker. In dem Zusammenhang weist Gartner auf drei Aspekte hin:

  1. KI-Trainingsdaten, Trainingspipelines und Machine-Learning-Modellen sichern,
  2. mit maschinellem Lernen Angriffe aufdecken und Teile der Cyber-Sicherheitsprozesse automatisieren,
  3. Angriffe per KI erkennen und sich dagegen verteidigen.

Quelle: ingenieur.de/technik

Was im nächsten Jahr auf die Unternehmens-IT zukommt

Der Softwareanbieter Sage hat fünf IT-Trends identifiziert, die 2020 für Unternehmen wichtig werden — darunter die Themen Hybrid Cloud, Predictive Data Analytics und Nachhaltigkeit.

Welche Technologien werden im nächsten Jahr die Unternehmens-IT beeinflussen? Mit dieser Frage hat sich das Softwareunternehmen Sage beschäftigt und fünf Trends identifiziert, die 2020 wichtig werden könnten: Hybrid Cloud, Data Analytics, DevOps, energieeffiziente Software und Security by Design.

Hybrid Cloud

Rund 73 Prozent der deutschen Unternehmen setzen laut Cloud Monitor 2019 von KPMG bereits auf cloudbasierte IT-Infrastrukturen. Hybride Architekturen, also ein Mix aus On-Premise-Anwendungen und cloudbasierten Applikationen, gewinnen dabei an Bedeutung. Hybrid-Cloud-Modelle bieten für viele Unternehmen ein sanfteren Einstieg ins Cloud-Computing, da sie auf bestehende, desktop-basierte IT-Infrastrukturen weiterverwendet und gleichzeitig cloudbasierte Anwendungen integriert werden können. Oliver Henrich, Vice President Product Engineering Central Europe bei Sage, berichtet: „Wir sehen im Bereich der Cloud ein deutlich zweistelliges Wachstum. Für viele deutsche Unternehmen ist der sofortige und gesamtheitliche Umstieg auf eine Public Cloud jedoch zu schnell. Daher sind hybride Cloud-Modelle ein wichtiges Thema für 2020.“

Data Analytics

Bei Sage geht man davon aus, dass dem Thema Data Analytics sowie Business Intelligence (BI) eine wichtige Bedeutung zukommen wird. Mit Predictive Analytics als Teilbereich der Data Analytics könnten Unternehmen auf Basis von Datenmodellen darüber hinaus verlässliche Vorhersagen treffen. „Statt nur bereits bestehende Situationen zu analysieren, geht es also vermehrt um datenbasierte Prognosen. Hierbei kommen auch Ansätze des maschinellen Lernens oder Simulationsverfahren zum Tragen“, erklärt Henrich,

DevOps

Als einen weiteren Trend hat Sage das Thema DevOps identifiziert. Der Ursprungsgedanke von DevOps ist es, Entwicklung (Development), IT-Abläufe (Operations) und Qualitätssicherung enger zusammenzubringen. Zugleich tragen DevOps dazu bei, die Qualität der Software, die Geschwindigkeit der Entwicklung und der Auslieferung sowie das Miteinander der beteiligten internen und externen Teams zu optimieren. Cloudumgebungen können dabei helfen, Abläufe in diesem Bereich noch agiler zu machen, da in einem entsprechenden Umfeld beispielsweise die Entwicklung und die Tests der Anwendungen parallel stattfinden können. Henrich erläutert: „DevOps im Cloud-Zusammenhang müssen viel weiter gefasst werden und gehen einher mit einem kulturellen Wandel. Damit in der Cloud interne und externe Entwicklerteams zusammenarbeiten können, muss eine Infrastruktur geschaffen werden, die diese Teams unterstützt – beispielsweise indem Software-Hersteller entsprechende ISV-Plattformen zum Community-Management mit externen Entwicklern implementieren.“

Energieeffiziente Software

Nachhaltigkeit ist im Kontext von Software-Anwendungen ein noch recht neues Thema. Ressourcenschonende Software-Architekturen können dazu beitragen, Rechenzentren nachhaltiger zu machen. „Noch gibt es für Software kein Nachhaltigkeitssiegel, das zeigt, wie energieeffizient eine Lösung arbeitet. Unternehmen können ihre Lösungsanbieter aber danach fragen, welche Vorkehrungen die Entwicklungsabteilung beispielsweise getroffen hat, um einen Anstieg des Ressourcenbedarfs nach Updates verlässlich einzudämmen“, kommentiert Henrich.

Security by Design

Die Sicherheit von IT-Anwendungen spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Laut Sage ist dabei Security by Design eine Möglichkeit, für zusätzliches Vertrauen zu sorgen, indem die Sicherheitsanforderungen an die Software bereits ganz am Anfang, auf der Design-Ebene, Berücksichtigung findet. „Thema IT-Sicherheit ist in diesem Zusammenhang von Beginn an tief in die Software-Entwicklung integriert und begleitet den gesamten Entwicklungsprozess. Wir sprechen hier von einem Security Development Lifecycle. Dabei werden vor allem Gebote, Verbote, Tipps und Handlungsanweisungen formuliert, die einen sicheren Umgang mit der Lösung fördern“, führt Henrich aus.

Quelle: www.it-production.com

IT-Tage 2019: IT-Konferenz, Fachmesse und IT-Entscheidertag

Alles unter einem Dach – das ist das Motto der IT-Tage. Die Jahreskonferenz des cfindet vom 9. bis 12. Dezember 2019 in Frankfurt am Main statt.

von Michael Eckert, Editorial Director

Die IT-Tage, die Jahreskonferenz des Fachmagazins Informatik Aktuell unterteilt sich in Sub-Konferenzen zu allen wichtigen IT-Themen der IT-Branche. Darunter sind der IT-Entscheidertag, der Agile Tag, die DevOps-Tage, die Cloud-Tage, Security-Tage, der KI-Tag und der Big Data-Tag, die Datenbanktage, die Entwicklertage, und die Software-Architekturtage.

Die IT-Tage bieten laut Veranstalter Informatik Aktuell als einzige IT-Konferenz im DACH-Gebiet das gesamte Spektrum an IT-Management, IT-Betrieb, Entwickler- und Architektur-Themen: Von Requirements Engineering, IT-Leadership, Agile Transformation, Architektur & Design, Microservices, IT-Security, Performance und Optimierung bis zu Entwicklung von Anwendungen mit Java, Net und App-Umgebungen, Analyse & Optimierung, Test und Quality, Design Patterns und Clean Code sowie Systemintegration.

Speziell an IT-Verantwortliche sowie an Entscheider auf C-Level richtet sich der IT-Entscheidertag. Themen sind unter anderem Agiles Requirements Engineering, ITSM goes agile, Customer Journey als Leitfaden der Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Kundeninteraktion, Multi-Cloud-Management, neues Verständnis von Führung agiler Unternehmen.

In der großen Fachmesse und Ausstellung sind führende Softwareanbieter und IT-Dienstleister persönlich vor Ort und informieren über neue Technologien und deren Anwendungsmöglichkeiten. Somit gibt es zahlreiche Gelegenheiten, wertvolle Kontakte mit Anbietern zu knüpfen und sich über deren Produkte, Lösungen und Dienstleistungen zu informieren. Die IT-Entscheidertage im Rahmen der Konferenz sind das Forum für CIOs, IT-Entscheider und Budget-Verantwortliche, um aktuelle Projekte, neueste Entwicklungen und Ansätze sowie innovative Technologien und Trends im Bereich Enterprise IT & Digitale Transformation zu erleben.

Quelle: www.computerweekly.com

Aktuelle IT-Trends in Unternehmen – Infografik

Intelligente Technologie-Vorreiter sichern sich Vorsprung

Während viele Unternehmen mitten in der digitalen Transformation stecken, erreichen immer neue Technologien eine fortgeschrittene Marktreife. Vorreiter, die hier investieren, sichern sich so einen Vorsprung im Wettbewerb.

Die Auswahl an digitalen Technologien ist vielfältig und es kommen immer neue hinzu. Während sich eine Mehrheit noch wenig oder nur gelegentlich mit ihnen beschäftigt, gibt es eine kleine Gruppe von Vorreitern, die sich intensiv mit intelligenten Technologien auseinandersetzt. Sie erzielen bereits erste Ergebnisse und können als Modell für andere dienen, den Wandel zu gestalten.

Eine aktuelle Studie von Capgemini Consulting hat untersucht, wie sich Unternehmen in der DACH-Region positionieren. Dazu wurde u.a. folgenden Fragen nachgegangen:

  1. Wie gehen Unternehmen im mit der Digitalisierung und mit intelligenten Technologien um?
  2. Wie entwickeln sich die IT-Budgets?
  3. Mit welchen organisatorischen Veränderungen rechnen die Unternehmen und auf welche Technologien setzen sie?

Wichtige IT-Trends des Jahres 2019

Als größten Erfolg der Digitalisierung nennen Unternehmen die Steigerung ihrer Effizienz, die Sicherung der eigenen Marktposition und die Verbesserung des Einkaufs- und Serviceerlebnisses der Kunden. Schwer dagegen fällt es, neue Geschäftsfelder in der eigenen oder in anderen Branchen zu erschließen.

Als wichtigste Maßnahmen für den Erfolg der Digitalisierung nennen die Studienteilnehmer den Aufbau interdisziplinärer Teams mit Fach- und IT-Mitarbeitern sowie die gezielte Einstellung von Mitarbeitern mit dem entsprechenden Know-how. Außerdem betrachten sie es als wichtig, die unternehmenseigenen Daten stärker zu vernetzen und zu analysieren sowie die Cloud-Kapazitäten auszubauen.

Die folgenden Themen haben der Umfrage zufolge eine hohe Relevanz in 2019:

  1. DSGVO-Compliance,
  2. Privacy by Design,
  3. Multi-Faktor-Authentifizierung,
  4. BYOx-Security und
  5. Security-Automation.

Intelligente Technologien im Vormarsch

Die IT-Budgets bewegen sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Bei einigen Technologien steht deren Nutzung zwar noch am Anfang, sie werden aber offenbar schneller adaptiert als andere. So setzen rund 70 Prozent der befragten Unternehmen bereits intelligente Technologien wie Machine Learning, Bilderkennung oder Natural Language Processing ein, mehr als 50 Prozent allerdings nur in geringem Umfang

Quelle: www.der-bank-blog.de/

2019: Der große Auftritt für IT- & Tech-Trends

Für das noch junge Jahr 2019 haben sich weit im Voraus viele Trends und Entwicklungen angekündigt. Darunter befinden sich auch bekannte Themen, deren großer Auftritt 2019 jedoch erst bevor steht. Einige bekannte Techniken sind dabei die Künstliche Intelligenz, die Public Cloud und RPA (Robotic Process Automation). Doch was genau bedeutet das und was gilt es zu beachten? Wir geben Ihnen in diesem Artikel einen Überblick über die 5 IT-Trends 2019!

5 ausgewählte IT-Trends für das Jahr 2019

Viele Bereiche bieten zahlreiche Weiterentwicklungsmöglichkeiten und neue Anwendungsbereiche. Unternehmen, die die Effizienz ihrer Prozesse steigern, ihre Geschäftsmodelle und Services ausweiten und neue Potenziale und Kundengruppen erschließen möchten, bekommen im Jahr 2019 dafür viele Tools und Möglichkeiten an die Hand.

1. Business Innovation Architecture

Um den Anforderungen kontinuierlicher Veränderungen gerecht zu werden, rückt die Business Innovation Architecture immer mehr in den Vordergrund. BIA ist das Konzept einer modernen, intelligenten IT-Architektur, welche neue digitale Technologien und Innovationen schnell einführen kann. Die Architektur ist flexibel angelegt, sodass diverse Technologien darin gekoppelt werden können. BIA funktioniert dabei auf allen Ebenen, egal ob in Prozessen oder bei der Gestaltung von Services und Geschäftsmodellen. Zudem umfasst es einen ganzheitlichen Ansatz für die digitale Transformation in Unternehmen, welches im Frontend, als auch im Backend zur Geltung kommt.

2. Künstliche Intelligenz

Der größte Sprung ist hinsichtlich der Künstlichen Intelligenz zu erwarten. Gründe dafür sind in erster Linie die vielen Einsatzmöglichkeiten von KI, angefangen bei der Optimierung von Geschäftsabläufen bis hin zur Optimierung von ganzen Unternehmenssegmenten und -prozessen. Insbesondere Effizienzsteigerung und Zeitersparnisse machen diese Technologie für Unternehmen so interessant. Allerdings gibt es bisher nur wenig erfolgreiche Einsatzmöglichkeiten. Nicht zu vergessen ist, dass KI stark von anderen Entwicklungen abhängt. Vor allem Cloud-Anbieter haben einen großen Einfluss auf den Erfolg der KI, da sie die Innovationen im Bereich der Künstlichen Intelligenz maßgeblich vorantreiben.  

3. Public Cloud

Wenn auch Cloud Computing selbst nichts Neues ist, stehen 2019 viele Neuerungen und Entwicklungen in diesem Bereich an. Unternehmen, die bislang noch nicht auf eine Cloud-Lösung setzen, sollten den Umstieg dieses Jahr angehen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Wir haben bereits in unserem Artikel zum Thema Cloud Computing darauf hingewiesen, warum es sich jetzt für Sie lohnt, umzusteigen. Besonders vielversprechend ist der Einsatz der Public Cloud. Immer mehr Unternehmen prüfen die Public Cloud als Alternative zu ihrem Rechenzentrum. Auch produktive Applikationen, wie SAP-Workloads, werden aufgrund ihrer Praktikabilität zunehmend in Public Clouds verschoben.

4. Robotic Process Automation

RPA kostet wenig und zahlt sich schnell aus – vor allem bei sich wiederholenden Tätigkeiten, wie sie in der Buchhaltung häufig vorkommen. Doch nicht nur bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen, sondern auch im IT-Betrieb findet die Robotic Process Automation Anwendung. Im IT-Betrieb werden in erster Linie die internen IT-Abteilungen sowie die IT-Service-Provider angesprochen. Neu ist, dass RPA zunehmend mit KI angereichert wird. Dadurch entstehen agilere und selbstlernende RPA-Systeme, welche auch mit unerwarteten Ereignissen umzugehen lernen.

5. Cyber-Security

Cyber-Security ist zwar kein klassischer Trend, allerdings wäre an eine IT-Welt ohne funktionierende Sicherheitsmaßnahmen nicht zu denken. Gerade durch die Digitalisierung und Themen wie IoT entstehen ganz neue Herausforderungen. Für Unternehmen ist es schwierig, Innovationen und die Absicherung Ihrer Systeme unter einen Hut zu bringen und gleichermaßen zu behandeln. Durch die Risiken, die dabei entstehen, ist es besonders wichtig, einheitliche Cyber-Security-Strategien in Unternehmen einzuführen. Insbesondere Mitarbeiter gilt es zu sensibilisieren und sie in die Pflicht zu nehmen.

Fazit

In diesem Jahr geht es in erster Linie um die Umsetzung und Implementierung dieser Techniken in Unternehmen. Gerade BIA und Cyber-Security sind Bereiche, die die Grundlage für viele Innovationen und Trends schaffen. Erarbeiten Sie sich eine Strategie, die die essenziellen Themen für Sie abdeckt und vergessen Sie dabei nicht, aufkommende Trends im Auge zu behalten.

Sie möchten 2019 Ihre IT-Architektur anpassen, auf die Cloud umsteigen oder in puncto Cyber-Security nachrüsten? Wir von Computer Futures stehen Ihnen gerne zur Seite. Kontaktieren Sie uns einfach über das Kontaktformular. Wir beraten Sie umfassend und stellen Ihnen kompetente IT-Fachkräfte zur Seite.

Quelle: www.computerfutures.com

Top 5 der wichtigsten IT-Trends für 2019

Zahlreiche Analysten haben bereits ihre Prognosen zu den Top-IT-Trends 2019 veröffentlicht. Nun möchten wir Ihnen unsere Top 5 der wichtigsten IT-Trends für das Jahr 2019 vorstellen. Die Technologie entwickelt sich so rasant weiter, dass sich heutige Trends morgen bereits als Eintagsfliegen entpuppen könnten. Daher möchten wir Ihnen nun ausschließlich die Trends vorstellen, die auch im Jahr 2019 garantiert noch relevant sein werden und viel Potenzial für die nächsten Jahre bieten.

Künstliche Intelligenz (KI)

Die Begriffe Künstliche Intelligenz (KI) oder auch Artificial Intelligence (AI) sind bereits seit geraumer Zeit in aller Munde. Mittlerweile steckt künstliche Intelligenz sogar in fast jeder Software – auch wenn wir sie als solche oft nicht erkennen. Unter künstlicher Intelligenz wird die Fähigkeit von Maschinen oder Robotern verstanden, Aufgaben auszuführen, die zuvor nur durch menschliche Intelligenz erledigt werden konnten.

Dazu zählen beispielsweise autonom fahrende Fahrzeuge oder vorausschauende Wartungstechnik. Aber auch Hyper Targeting, die personalisierte Automatisierung von Werbeanzeigen sowie die Anpassung der Werbeinhalte an den individuellen Nutzer sind Anwendungsbeispiele von künstlicher Intelligenz.

Dass künstliche Intelligenz zunehmend an Bedeutung gewinnt, zeigen auch zahlreiche Studien, die sich mit dem Thema befasst haben. So prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Tractica für das Jahr 2020 weltweite Umsätze von rund 4,8 Milliarden US-Dollar mit Business-Anwendungen im Bereich künstliche Intelligenz. Wie relevant künstliche Intelligenz im Hinblick auf Unternehmen wird, verdeutlicht ein Blick auf die Prognose für das Jahr 2025. Hier wird bereits mit rund 31 Milliarden US-Dollar Umsatz gerechnet. 

Die Vorteile, die für Unternehmen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz entstehen, liegen auf der Hand. Vereinfachte Arbeitsabläufe, Fehlerreduktion und ökonomische Vorteile sind nur wenige davon. Fakt ist: KI schafft Effizienz für Unternehmen und birgt viele neue Möglichkeiten. KI-basierte Entwicklungen sind zwar nicht neu, aber auch 2019 der Top-Trend in der IT-Branche.

Für das Jahr 2020 werden weltweit Umsätze von rund 4,8 Milliarden US-Dollar mit Business-Anwendungen im Bereich künstliche Intelligenz erwartet.

Blockchain

Blockchain ist bereits weit über die Grenze der IT-Branche hinweg zum Top-Thema geworden. Doch was genau ist eigentlich eine Blockchain? Ursprünglich wurde die Blockchain-Technologie im engen Zusammenhang mit der Kryptowährung Bitcoin zur Kontrolle monetärer Werte und Informationen entwickelt. Dabei erklärt die deutsche Übersetzung “Blockkette” auch schon den Sinn der Blockchain-Technologie.

Eine Blockchain ist quasi eine dezentrale Datenbank, die eine lange Liste stetig wachsender Transaktionsdatensätzen verwaltet. Da die Anzahl der Transaktionen chronologisch wächst, ist die Blockchain-Technologie vergleichbar mit einer Kette, an deren Ende ständig neue Elemente hinzugefügt werden. Sobald ein Block vollständig ist, wird der nächste Block erzeugt, der eine Prüfsumme des vorherigen Blocks enthält. Da jeder Block auf den zuvor entstandenen Block verweist, ist es unmöglich, die Transaktionen nachträglich zu manipulieren, ohne die Integrität des Gesamtsystems zu beschädigen.

Das Besondere an der Blockchain-Technologie ist somit die Möglichkeit einer sicheren Transaktion, ohne zentrale Kontrollinstanz, ohne gegenseitigen Vertrauens und mit vollkommener Transparenz. Buchhalter oder Bankangestellte, die Einsicht in unverschlüsselte Transaktionsdaten haben, spielen hier keine Rolle mehr. 

Insgesamt lässt sich also festhalten, dass durch die Blockchain-Technologie der Umgang mit sensiblen Informationen und monetären Werten vollkommen revolutioniert wird. In der heutigen Zeit, in der die Forderungen nach Datensicherheit und Transparenz immer lauter werden, zählt die Blockchain definitiv zu den top IT-Trends 2019. Auf lange Sicht könnte die Blockchain-Technologie unsere heutige Vorstellung von Transaktionen für immer verändern.

“Das Besondere an der Blockchain-Technologie ist die Möglichkeit einer sicheren Transaktion, ohne zentrale Kontrollinstanz, ohne gegenseitigen Vertrauens und mit vollkommener Transparenz.”

Edge Computing

Edge Computing bekommt zukünftig besonders im Hinblick auf das Internet of Things (IoT) eine wichtige Schlüsselfunktion. Zwar ist „Edge Computing” keineswegs eine neue Erfindung, doch wird es aufgrund des drastisch steigenden Datenvolumens in den nächsten Jahren immer relevanter werden.

Der Begriff “edge” ist auf das englische Wort für Ecke oder Kante zurückzuführen. Diese Wortwahl steht in enger Verbindung mit der Datenverarbeitung beim Edge Computing. Diese erfolgt nicht zentral in der Cloud, sondern dezentral am Rand des Netzwerks.

Die zunehmende Relevanz liegt darin begründet, dass Edge Computing als Architekturkonzept für IoT-Umgebungen dienen soll. Latenzintensive und Sensorik-gestützte Anwendungen erfordern eine störungsfreie Anbindung der betreffenden Endgeräte an das Rechenzentrum.

Ein Beispiel hierfür sind autonome Fahrzeuge. Hier ist es enorm wichtig, noch während des Erstellungsprozesses der Daten, auf diese reagieren zu können. Das erfordert jedoch eine Datenverarbeitung in Echtzeit, also ohne Latenzzeiten. Edge Computing erfüllt diese Anforderungen und ist gerade in Anbetracht der zunehmenden Datenmengen und IoT-Technologien einer der IT-Trends für 2019.

“Die zunehmende Relevanz liegt darin begründet, dass Edge Computing als Architekturkonzept für IoT-Umgebungen dienen soll.”

Digitale Zwillinge

Im Kontext von Industrie 4.0 ist der digitale Zwilling bereits zum wesentlichen Bestandteil geworden. Unter dem Begriff “digitaler Zwilling” versteht sich ein virtuelles Abbild realer Objekte, wie beispielsweise von Maschinen, Werkzeugen oder Produkten.

Dabei muss ein digitaler Zwilling nicht unbedingt ein physisches Objekt abbilden. Digitale Zwillinge können auch ein virtuelles Abbild immaterieller Dinge, wie zum Beispiel das einer Dienstleistung sein. Konkret ist ein digitaler Zwilling eine Software-Einheit, die alle wesentlichen Elemente des realen Systems aufweist und genauso agiert. 

Mithilfe sogenannter virtueller Sensoren ist somit ein genauer Überblick von Systemstatus, Lebensdauer-Prognose und Verschleißprofil eines Produkts möglich. So wird es möglich Simulation und Validierung von Produkteigenschaften bereits im Planungsstadium zu testen und zu optimieren. 

Entstanden ist die Idee des digitalen Zwillings bei der NASA, da Tests mit realen Raketen und Flugzeugen extrem kostenintensiv sind. Mittlerweile wird der digitale Zwilling jedoch in sämtlichen Inustriezweigen verwendet. So werden ganze Fabriken abgebildet, um den kompletten Produktionsprozess virtuell steuern zu können.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass der digitale Zwilling Unternehmen in sämtlichen Branchen dabei unterstützt, ressourceneffizienter zu wirtschaften und innovativer zu werden. Das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen Gartner schätzt, dass es bis 2020 mehr als 20 Milliarden angeschlossene Sensoren und Endpunkte geben wird. Potenziell wird der digitale Zwilling also zukünftig für Milliarden von Dingen existieren und ist somit einer der top IT-Trends.

“Der digitale Zwilling unterstützt Unternehmen in sämtlichen Branchen dabei, ressourceneffizienter zu wirtschaften und innovativer zu werden”

Quantum Computing

Quantum Computing (QC) operiert auf dem Quantenzustand von subatomaren Teilchen, wie zum Beispiel Elektronen und Ionen. Diese subatomaren Teilchen stellen Informationen als Elemente dar, die dann als Quantenbits (oder auch Qubits) bezeichnet werden. Qubits können im Gegensatz zu Bits mehr Zustände als nur 0 und 1 annehmen. So können sie auch zwei Zustände gleichzeitig haben – etwa 0 und 1. Dadurch steigt die Rechenleistung deutlich an.

“Insgesamt kann ein Quantencomputer dank der parallelen Ausführung und der exponentiellen Skalierbarkeit bestimmte Probleme viel schneller lösen als ein klassischer Computer.”

Noch befinden sich die Entwicklungen des Quantum Computing im Anfangsstadium. Unternehmen wie Google oder IBM verfügen bereits über Prototypen und Experten stufen Quantum Computing als einen der IT-Trends der nächsten Jahre ein.

Quelle: www.abilis.de/

IT-Trends heute und morgen – Wohin entwickelt sich die IT-Welt?

Es gibt kaum eine Branche, die sich so schnell wandelt wie die der Informationstechnologie. Jedes Jahr untersuchen große und weltweit tätige Beratungsgesellschaften, wie etwa Gartner und Forrester, neu aufkommende Technologien im IT-Bereich und zeigen Trends von morgen auf.

IT-Trends sind stark wachsende und viel konsumierte „IT-Erscheinungen“, die sich in Software- und Hardware-Trends unterscheiden lassen. Der wohl erfolgreichste IT-Trend ist das Internet selbst, daneben sind beispielsweise Smartphones oder die Clouddatenspeicherung die größten Entwicklungen der letzten Jahre.

Im Folgenden werden die von Gartner und Forrester untersuchten IT-Trends für 2018 näher erläutert und eine Prognose für die folgenden Jahre erstellt.

1. Gartner

Für das Analyse- und Beratungsunternehmen Gartner spielt im Jahr 2018 vor allem das Thema der Geschwindigkeit technologischer Innovationen eine wichtige Rolle. Das spiegelt sich in den Top Ten der von Gartner angeführten strategischen und technologischen Trends wider, wobei insbesondere Künstliche Intelligenz und das Zusammenwachsen von On- und Offline als zentrale Punkte angesehen werden.

Eröffnet werden die zehn wichtigsten Trends durch den Punkt „Visuelle und sprachgesteuerte Suchfunktionen“, wobei Gartner den Unternehmen in diesem Bereich wegen der stetig steigenden Nachfrage an sprachgesteuerten Assistenten bis 2021 eine Umsatzsteigerung von bis zu 30% in Aussicht stellt.

Weiterhin sieht Gartner die „Disruption digitaler Giganten“ als zukünftige Entwicklung. Danach werden die „Big Players“ ihre bestehenden traditionellen Geschäftsmodelle durch neue und zum Teil noch unbekannte Formen ablösen. In diesem Zusammenhang nennt das Beratungsunternehmen die Namen digitaler Riesen, wie beispielsweise Amazon, Facebook und Google.

„Kryptowährungen auf dem Vormarsch“ heißt der dritte von Gartner festgestellte IT-Trend für die Jahre ab 2018. Die Beratungsgesellschaft sieht hierin einen möglichen Milliarden-Gewinn für den Bankensektor durch Spekulationen auf aufkommende Kryptowährungen, wie beispielsweise Bitcoin, was zur Anerkennung dieser „Währungen“ beitragen soll.

Vor allem für die Präsentation von Marken bringt der vierte Trend „Mehr Fake-News“ einige Probleme mit sich. Durch Falsch-Informationen im dem Internet würden Unternehmen eine Gefährdung ihres Marken-Images befürchten müssen. Für Konsumenten werde sich die Unterscheidung zwischen wahr und unwahr im Internet zunehmend schwieriger gestalten. Die vor allem in sozialen Netzwerken verbreiteten „Fake-News“ haben das Ziel, durch die Reaktion der Nutzer „viral“ verbreitet zu werden, wodurch das Vertrauen in Nachrichtenquellen vonseiten der Konsumenten sinken werde.

Der fünfte Trend, „Digitales Misstrauen“, bezieht sich maßgeblich auf die Rolle von künstlichen Intelligenzen (KI), auch im Zusammenhang mit den vorher angesprochenen „Fake-News“. KI werde nur begrenzt in der Lage sein, die – vor allem durch Bots – im Netz aufkommenden Falschinformationen zu filtern. Dagegen werde das gezielte Erschaffen von „Fake-News“ gerade durch diese künstlichen Intelligenzen nicht ungewöhnlich sein.

Der sechste IT-Trend der kommenden Jahrethematisiert die Ablöse klassischer Apps durch sogenannte Bots und Chatbots („Bots statt Apps“). Bis zum Jahr 2021 sollen mehr als die Hälfte aller Unternehmen auf diese Bots setzen; Gartner betitelt diese Entwicklung als „Post-App-Ära“.

Als weiteren Trend bis 2021 sieht Gartner unter dem Punkt „Versatilität statt Spezialisierung“ den Einsatz von IT-Profis in verschiedenen Aufgabenfeldern, was eine erhebliche Veränderung des Arbeitsmarktes mit sich bringen solle. Im Idealfall bedeutet das die Ausstattung nahezu jeder Abteilung mit einem Team von IT-Spezialisten.

Der achte IT-Trend „Künstliche Intelligenz als Jobmotor“ befasst sich ein weiteres Mal mit Künstlicher Intelligenz: Laut Gartners Prognose werden bis 2020 mehr als 1,8 Millionen Jobs durch künstliche Intelligenzen ersetzt werden, allerdings in anderen Branchen 2,3 Millionen Jobs gerade dadurch entstehen.

Weiter versteht Gartner in der Ausbreitung von IoT-Technologie („Internet of Things“) und prognostiziert unter dem Punkt „IoT überall“ bis 2020 einen, besonders durch die hohe Nachfrage entstandenen, 95 prozentigen Anteil an Elektronikprodukten mit IoT-Technologie.

Der zehnte Trend „IoT-Security-Kosten“ behandelt den von Gartner für das Jahr 2022 prognostizierten Fall des hohen Innovationstempos durch Fehlproduktionen der IoT-Produkte, was enorme Ausgaben der Unternehmen gerade im Bereich Sicherheit mit sich ziehen soll (beispielsweise im Kampf gegen gezielte Angriffe auf große Teile des Internets).

Neben diesen 10 strategischen aktuellen Trends veröffentlichte Gartner sogenannte Tech-Trends für 2018. Als wohl wichtigste „Technologie der Zukunft“ sieht Gartner die Künstliche Intelligenz an. Diese soll allerdings nicht als „Trend“ an sich bezeichnet werden, das Augenmerk sollte eher auf ihre Nutzung auf verschiedenen weiteren Gebieten ausgebreitet und hervorgehoben und somit zum Trend gemacht werden. Gleiches gilt laut Gartner für die IoT-Technologie.

Zur weiteren Gestaltung digitaler Geschäftsmodelle und Ökosysteme soll in Zukunft neben den digitalen Lösungen auch das sogenannte „Mesh“ verhelfen, worunter Gartner das Zusammenschmelzen von Mensch und Gerät versteht.

2. Forrester

Auch der US-Marktforscher Forrester veröffentlichte zehn Technologie-Trends für 2018. Im Gegensatz zu Gartner behandelt Forrester jedoch vor allem den Zuwachs an Vernetzung, Kundenorientierung und die wachsende Rolle der IT in der Markenbildung, also das Zusammenspiel von Software-Unterstützung und Marke, in den kommenden Jahren.

„Konnektivität“ heißt der erste Trend von Forrester, der neben dem „Internet der Dinge“ die Chance des Kundenzuwachses durch smart vernetzte Produkte umfasst. Dieser Trend kann mit Punkt 9 der, von Gartner erstellten, Trends gleichgesetzt werden.

Unter dem Punkt „Datenanalyse-Software“ wird das Sammeln von Kundendaten mit dem Ziel, mehr Einblicke in die Prozesse zu erhalten (engl. „Systems of Insight“), verstanden. Damit tritt ein wichtiger Aspekt des 21. Jahrhunderts zum Vorschein: die wirtschaftliche Verwertbarkeit von Daten, also letztlich der Handel mit einer neuen Art von Gütern.

Als weiterer Punkt des Themas „Kundenorientierung“ ist der IT-Trend „APIs“ anzusehen. Darunter versteht Forrester die Wichtigkeit von sogenannten Programmierschnittstellen (engl. „Application Programming Interface“), die zum Informationstausch zwischen der Anwendung und einzelnen Programmteilen dienen und somit zu einer vereinfachten Einrichtung und Programmierung ganzer Geschäftsmodelle verhelfen sollen.

Die zunehmende Relevanz an Kundenerfahrungsmanagement (engl. „Customer Experience“) fasst Forrester unter dem IT-Trend „CX“ zusammen. Unternehmen investieren zunehmend in mobile IT, Social und Analytics und verbinden damit das Ziel, positive Kundenerfahrungen zum Aufbau einer emotionalen Bindung zwischen Anwender und Produkt bzw. Anbieter zu schaffen.

Als fünfte IT-Prognose für die kommenden Jahre benennt Forrester „Sicherheit und Risiko“ und verbindet damit den benötigten Zuwachs an Sicherheit (sowohl auf technischer, als auch auf Seiten der Konsumenten) im Zusammenhang mit der voranschreitenden Digitalisierung.

„Hypervernetzte Kunden“ vergleichen online Preise, um grade das günstigste Produkt zu finden und sind deshalb, laut Forrester, der Grund, weshalb sich Unternehmen künftig auf eine präzisere Analyse der Kundenwünsche und -gewohnheiten einstellen müssen (engl. „Customer Journey“).

Mit dem nächsten IT-Trend „Technologischer Reifegrad“ fordert Forrester von den Unternehmen eine Balance zwischen der Anwendung von neuen Technologien, wie beispielsweise Cloud Computing und den traditionellen IT- Grundsätzen.

Der nächste Trend umfasst die Rolle der „Infrastruktur“ im Zusammenhang mit modernisierten Netzwerken etc., wobei Forrester damit die Cloud- und Software-definierte Infrastruktur (SDI) verbindet (bezogen auf Netzwerk, Server und Storage).

Digitale Verbesserungen sieht der Marktforscher Forrester mit dem Trend „Software und Markenbildung“. Dadurch soll das Verhältnis der Unternehmen mit den jüngeren Konsumenten verbessert werden. Hier lässt sich wieder einen Zusammenhang mit den Punkten von Gartner finden.

Das Mitbringen eigener Geräte in das Unternehmen wird laut Forrester in Zukunft weiter an Bedeutung zunehmen und unter den Trend „BYOD“ („Bring Your Own Device“) erfasst. Förderlich soll das insbesondere für eine bessere Organisation und Produktivität der Unternehmen sein. Klärungsbedarf kann sich allerdings unter anderem hinsichtlich des Datenschutzes ergeben.

Im Gegensatz zu der Beratungsgesellschaft Gartner, die mit ihren 10 IT-Trends bis 2018 besonders für einen besseren Umgang mit künstlicher Intelligenz und das Bewusstwerden von neuen Technologien plädiert, zielt Forrester mit seinen Trends vor allem auf wachsende und verbesserte Kundenorientierung sowie eine Vernetzung (ebenfalls ein wichtiger Teilaspekt der KI) innerhalb und außerhalb der Unternehmen ab.

Auch zukünftig spielen Schlagwörter wie „Kundenorientierung“, „Bewusstsein“ oder „Künstliche Intelligenz“ für die IT-Branche eine ganz wesentliche Rolle: In den bereits veröffentlichten „Top 10 Technology-Trends bis 2020“ befasst sich Forrester außerdem mit Themen wie Kryptowährungen, der Vernetzung von Kunden und Unternehmen, „digitalen Mitarbeitern“ als eine Form der künstlichen Intelligenz sowie den sogenannten „Public Clouds“, die auf dem Modell des Cloud Computing beruhen und bei denen Service-Provider verschiedene Anwendungen und IT-Infrastrukturen über das Internet der Allgemeinheit zur Verfügung stellen können.

Dennoch befinde sich die Welt, laut Forrester, derzeit noch in einer „digitalen Steinzeit“ und werde sich in den kommenden hundert Jahren schneller entwickeln als in den 20.000 Jahren zuvor. Es bleibt also abzuwarten, in welchen Formen Künstliche Intelligenz und Co. in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen werden.

Quelle: www.for-net.info

Cloud Computing 2018: Das ändert sich dieses Jahr im Business

Eine Infografik des deutschen Cloud-Anbieters OneClick zeigt aktuelle Daten und Fakten zum Thema Cloud Computing 2018. Im Fokus steht eine wachsende Akzeptanz und Offenheit bei Business- und IT-Entscheidern, die ihre Daten und Anwendungen über die Cloud verwalten. Was sich für die einzelnen Branchen Automotive, Logistik, Finance, Healthcare und Co. verändert, lesen Sie hier im Überblick.

Prognosen zufolge wird der globale Umsatz mit der Cloud von aktuell 246 Milliarden US-Dollar auf 383 Milliarden im Jahr 2020 steigen. Deutsche Unternehmen haben das große Potenzial des Cloud Computings erkannt und ihre Ressentiments überwunden. Trotz existierender Sicherheitsbedenken deuten die Zeichen der Zeit den Unternehmen den Weg in die Cloud. Die Infografik von OneClick trägt aktuelle Daten und Fakten zum Thema Cloud Computing 2018 zusammen. Die Ergebnisse sind ein wichtiger Indikator zum Stand der Digitalisierung von Geschäftsprozessen in deutschen Unternehmen. Welche Herausforderungen entstehen in diesem Zusammenhang, welche Möglichkeiten bietet die Cloud der Wirtschaft?

Die Vorteile der Cloud aus unternehmerischer Sicht

Zunächst stellt sich natürlich die Frage, welche Möglichkeiten die Cloud überhaupt bietet und warum ein Umstieg auf eine Cloud-Infrastruktur sinnvoll sein kann. Zu den besonderen Vorzügen gehört die Flexibilität: Everything-as-a-Service kann vollkommen problemlos skaliert werden. Egal ob mehr Leistung in Spitzenzeiten benötigt wird oder die generelle Performance den aktuellen Erfordernissen angepasst werden soll: Der Dienstleister kann auf diese Änderungen zumeist zügig reagieren und die Kosten orientieren sich in der Regel an den tatsächlich genutzten Leistungen. Hohe Fixkosten fallen normalerweise nicht an, denn der Wettbewerb zwischen den unterschiedlichen Anbietern sorgt für ein attraktives Preisniveau. Kommt es dennoch zu ernsthaften Schwierigkeiten, besteht zudem flexibel die Möglichkeit, den Dienstleister zu wechseln und somit Abhängigkeiten zu vermeiden.

Geringe Vorabinvestitionen

Die finanzielle Einstiegshürde ins Cloud Computing ist relativ gering. Lizenzen für bestimmte Softwarelösungen lassen sich üblicherweise durch Pay-as-you-go-Modelle flexibel finanzieren. Der Nutzer zahlt nur das, was er auch wirklich nutzt. Der administrative Aufwand für die Lizenzverteilung und Verwaltung wird so auf ein Minimum reduziert. Die Belastung des IT-Personals wird zurückgefahren, sodass für andere Projekte folglich mehr Zeit und Ressourcen zur Verfügung stehen. Produkte aus der Cloud, wie beispielsweise Grafikprogramme, sind oft als Abo-Lizenz-Modell zu erwerben. Diese enormen Vorteile des Cloud Computings haben dazu geführt, dass mehr und mehr Unternehmen den Umstieg zum Cloud Computing wagen.Daten in der Public Cloud

Diese Daten speichern Unternehmen in der Cloud. (Bild: OneClick)

Datensicherheit nach wie vor ein kritisches Thema

Ein kritisches Thema ist allerdings die Datensicherheit, insbesondere bei Unternehmen, die bisher auf Public Cloud verzichtet haben. Etwa 30% der Unternehmen befürchten einen unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten, 20% sehen die Möglichkeit eines Datenverlustes und etwa dieselbe Anzahl von Unternehmern ist besorgt, dass wichtiges Know-how über die Cloud verloren gehen könnte. Mehr als 70% finden, dass die Daten in der Public Cloud entweder schwieriger oder deutlich schwieriger zu schützen sind als im internen IT-Netzwerk. Dem stehen 68% der Befragten entgegen, die berichten, dass es in den letzten zwölf Monaten keine Vorfälle bei der Datensicherheit im Zusammenhang mit der Cloud gegeben hat. Generell ist aber erkennbar, dass die Akzeptanz gegenüber der Cloud innerhalb der Branchen variiert: Im Bereich IT und Telekommunikation nutzen bereits 79 % der befragten Unternehmen die Cloud; in der Energiebranche sind es gar 87%. Konservativer zeigen sich Handel und Versicherungen, hier liegen die Werte bei 52 bzw. 58%. Zu den beliebtesten Anwendungen zählt Office, welches von 46% der „Software-as-a-Service“ (SaaS) Anwender genutzt wird. Dieses Ergebnis ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass Microsoft sein Office-Paket seit einiger Zeit bevorzugt als SaaS lizenziert.

Ein Blick in die Zukunft

Die Zukunft des Cloud Computings verspricht viel Potenzial aber auch große Herausforderungen. Die wachsende Akzeptanz und Offenheit der Unternehmen, ihre Daten und Anwendungen über die Cloud zu verwalten, zeigt, dass der Paradigmenwechsel bereits im vollen Gange ist. Die Cloud wird mit Workspace-as-a-Service zum virtuellen Arbeitsplatz der Zukunft avancieren. Auch der Verzicht auf eine eigene Server-Infrastruktur oder das brisante Thema Künstliche Intelligenz (KI) wird den Einzug in die Datenwolke finden. Vielleicht noch einige Gründe mehr, um sich als Unternehmen für den Sprung in die Cloud zu entscheiden.

Alle Zahlen und Fakten sind in der Infografik von oneclick grafisch aufbereitet:

Quelle: cloudmagazin.com/2018/05/15/

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